Fußball

Ein Betriebscup habe ich zum Anlass genommen neue Erfahrungen in der Sportfotografie zu sammeln.

Erstens habe ich mir die AusrĂŒstung ĂŒberlegt. Das ganze Fußballfeld zu fotografieren ist – glaube ich – nicht sehr spannend. Einzelne Spieler und Aktionen am Ball war mein Ziel. Also Telezoom. Vielleicht noch ein Konverter. Zur Sicherheit ein Weitwinkelzoom, sollte eine Aktion in unmittelbarer NĂ€he stattfinden. ZusĂ€tzlich habe ich einen Winkelsucher mitgenommen fĂŒr Aufnahmen aus der tiefen Perspektive.

Autofocus habe ich auf AL Servo, die Blende auf 2,8 eingestellt um die Aktuare vom Geschehen auf dem Feld und der TribĂŒne abzuheben. Meinen Standpunkt konnte ich freiwĂ€hlen – es waren mehr Spieler und beinahe mehr Fußballfelder als Zuschauer da. Die Spiele dauerten keine 45 Min., doch lange genug um erst die Mannschaften zu beobachten. Ich bin stets zu dem Tor gegangen, wo die Aktionen hĂ€ufiger stattgefunden haben und mir einen Standpunkt mit dunklem Hintergrund (BĂ€ume) ausgesucht.

Die grĂ¶ĂŸte Schwierigkeit lag darin den richtigen Augenblick zu erwischen. Durch das Telezoom sieht man nur einen kleinen Ausschnitt und die Aktion kann jeden Augenblick durch einen schnellen Pass den Ort wechseln. Ich denke das ist der grĂ¶ĂŸte Unterschied zu Sportarten wie Radfahren, Laufen etc. wo die Bewegung kontinuierlich ist, bzw. Hammerwerfen, Springen etc. wo die Aktion immer am selben Platz stattfindet. Bei Fußball, und vermutlich auch anderen Ballspielen, ist ein perfektes Foto – nicht gecroppt und mit flacher SchĂ€rfentiefe- eher ein GlĂŒcksfall. Genauso oft ist eine Biene beim Anflug zu erwischen als ein Fußballer in Aktion! So mein wichtigstes Fazit.

Was ich sonst noch gelernt habe:

  1. FĂŒr ein kleines Fußballfeld (dessen LĂ€nge der Breite eines Profifeldes entspricht) reicht ein 70-200 Zoom aus, soweit man sich auf Aktionen auf einer HĂ€lfte konzentriert.
  2. Ein Konverter wĂŒrde Sinn fĂŒr Aktionen auf der anderen HĂ€lfte machen, doch die stĂ€ndige Montage/Demontage ist lĂ€stig. Ich habe das sein lassen.
  3. Das Weitwinkelzoom kam nicht zum Einsatz. Ich befĂŒrchte, dass es fĂŒr Fußball gar ungeeignet ist. Vielleicht wenn es an einem zweiten Body montiert ist
?
  4. Die Anzahl der unbrauchbaren Aufnahmen ist groß (sehr sogar)
  5. Die wenigen gelungenen Aufnahmen mĂŒssen zum Teil gecroppt werden
  6. ‚Mitzieh‘ – Aufnahmen bei Fußball machen keinen Sinn, zu abrupt kann jeder Bewegungsfluss beendet werden, zu oft Ă€ndert sich die Aktion
  7. Fotos aus der bodennahen Perspektive werden schnell langweilig. Am besten scheint die Perspektive aus der Sitzposition zu sein. Ein Winkelsucher nutzt wenig.
  8. Gute Erfahrung habe ich mit Beobachtung der Aktion mit beiden Augen gemacht: mit dem einen durch den Sucher, mit dem anderen neben der Kamera

 

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