Brillant

Hallo,

das ist erster Beitrag in meinem Blog. Mal schauen, wie er sich entwickelt. Konzipiert ist er als Weitergabe von Gedanken und Erfahrungen bei fotografischen Projekten.

Schmuck! Ein Ring mit geschliffenem Brillant mit vielen Facetten, die unabhÀngig von Winkel in dem sie geschliffen wurden, alle sichtbar werden sollen.

Also
 kein Foto ohne sich vorher Gedanken gemacht zu haben
! Gedanken, die sowohl Ästhetik als auch die Minimierung der Nachbearbeitung betreffen.

Der Ring, der mir zur VerfĂŒgung steht, ist aus russischem Gold und somit leicht kupferfarbig. KomplementĂ€re Farbe dazu ist blau, so habe ich als Unterlage auch blaue Steine gewĂ€hlt. Diese sind nur scheinbar zufĂ€llig verstreut, in Wirklichkeit habe ich den Stein links mit orangen EinprĂ€gungen absichtlich ausgesucht. Genauso ist die kleine Dreiergruppe rechts und der vorgezogene Stein, der vor dem Fokus liegt, absichtlich so platziert. Das Hauptobjekt liegt horizontal in der goldenen Mitte und vertikal in der Mitte um der Symmetrie eines Rings Rechnung zu tragen.

Die Kamera mit einem 100 mm Makroobjektiv ist so platziert, dass die Spiegelung des Brillanten noch sichtbar ist.

Die Aufgabe, die ich mir gestellt habe, war Ergebnisse aus unterschiedlichen Lichtquellen miteinander zu vergleichen. Zur Auswahl standen ein Studioblitz (Softbox Einstelllicht und Blitz), ein Aufsteckblitz (entfesselt, Modus ETTL), ein Aufsteckblitz modifiziert zum Lichtpinsel (selbstgebastelt aus einem zerlegtem Textmarker und Alu-Montageband; Modus M mit 1/128 Leistung, 10 Hz) und eine Led-Lenser Taschenlampe.

Blende war bei allen Aufnahmen 8, Zeit wurde der jeweiligen Beleuchtung angepasst. Blende 8 bei Makro bedeutet immer noch sehr flache SchĂ€rfe, doch genug um nicht nur den Brillanten, sondern auch Teile des Goldes scharf abzubilden. Weissabgleich automatisch, was, wie man sieht, keine gute Idee war, doch ihn manuell einzustellen war fĂŒr mich zu aufwendig und als zweitrangig verwerflich.

Schlussfolgerungen:

  1. Alle Lichtquellen haben, mit ein wenig Lightroom-Nachbearbeitung, die Aufgabe geschafft: die Facetten des Brillanten sich sichtbar, keine Überstrahlung (es sei denn gewollt).
  2. Allerdings musste die Position des Aufsteckblitzes von links von der Kamera auf knapp rechts geÀndert werden.
  3. Das Einstelllicht (m)einer Softbox ist viel wÀrmer als das Blitzlicht.
  4. Der Lichtpinsel ist schwer, vor allem, wenn man ihn lĂ€nger ĂŒber dem Kopf halten muss.
  5. Die Leistung der Batterien eines Lichtpinsels ist, auch bei 1/128, nicht endlos.
  6. Die besten Ergebnisse sind mit dem Led-Lenser zu erreichen. Weil er leicht ist und der Lichtstrahl kontinuierlich, was Effekte wie die Spaltung des weißen LichtbĂŒndels ermöglicht. Das selbe mit einem pulsierenden Strahl des Lichtpinsels nachzustellen, war auch mit mehreren Versuchen nicht möglich.

 

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2 Kommentare

  1. Marta 13. September 2014 um 17:15 #

    Hallo Bernard,
    vielen Dank fĂŒr das Einfangen der fĂŒr uns besonderen Momente! Deine Fotografien sind jedes mal eine unglaublich schöne, emotionale Erinnerung fĂŒr uns. Du hast die wunderbare Gabe Menschen mit Ihren Besonderheiten perfekt durch die Linse zu erwischen. Deine Anwesenheit ist sehr zurĂŒckhaltend und angenehm, so dass alle sehr entspannt bleiben und nicht (wie so oft) sich beim Anblick einer Fotokamera verstellen oder verkrampfen.
    Daher: Danke nochmal und bis zur nÀchsten Feier.
    Herzlichen Gruß,
    Marta mit Familie

  2. I love it when individuals get together and share views.
    Great website, keep it up!

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